zahnärztin dr. ulrike heintzenberg
zahnarzt matthias dahms
Parodontitis ( Volksmund“Parodontose")

Schwellungen des Zahnfleisches, Rötungen und Blutungen sind Alarmzeichen für eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Aus ihr entwickelt sich häufig eine Parodontitis, die meist schmerzfrei und unbemerkt bleibt.

Dies ist die Entzündung des Zahnhalteapparates die nicht nur den Kieferknochen angereift, sondern auch mitverantwortlich für Herzerkrankungen, Frühgeburten und viele weitere Erkrankungen unseres Körpers sein kann.

Untersuchungen zeigen, dass bis zu 80% der Bevölkerung an Parodontitis leiden und nach dem 40. Lebensjahr mehr Zähne dadurch verloren gehen als durch Karies.

Paradontitis-Behandlung

Im Wesentlichen hat die Parodontitis drei Ursachen: Bakterien, Hygiene und Vererbung. Wenn man die Folgen einer Parodontitis auch nicht vollständig rückgängig machen kann, so kann man ihr Fortschreiten wenigstens stoppen.

Hier gibt es verschiedene Behandlungsmethoden.

In unserer Praxis wird in der Regel eine „minimalinvasive“ Parodontitis–Behandlung ohne Schnitte und Nähte, die sogenannte „geschlossene Kürettage“ gemacht.

Je gesünder das Zahnfleisch, desto länger halten auch Füllungen und Zahnersatz.

Zusätzliche Maßnahmen

Verschiedene Faktoren erhöhen das Erkrankungsrisiko, erschweren die Behandlung und gefährden deren Ziel, den Zahn zu erhalten. Solche Faktoren sind zum Beispiel:

  • Erblich bedingte Veranlagung und bestimmte systemische Erkrankungen, z.B. Diabetes mellitus, geschwächte Immunabwehr
  • Rauchen
  • Bereits tiefe und kompliziert aufgebaute Zahnfleischtaschen
  • Unzureichende Mundhygiene
In diesen Fällen reicht meist die gründliche Reinigung der Taschen nicht aus. Die schädlichen Bakterien müssen zusätzlich bekämpft werden. Je nach Schweregrad ist eine lokale (Gel ) und / oder systemische ( Tabletten ) Antibiose angezeigt. Vor einer systemischen Antibiose wird Art und Anzahl der vorliegenden Keime mittels Markerkeimbestimmung ermittelt, um das Antibiotikum speziell auf die vorliegenden Keime ausrichten zu können. So sind selbst schwere Parodontitiden gut behandelbar.